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Geschichte der Neumühle

Als Ende der 1960-er /Anfang der Siebzigerjahre, angeregt durch westliche und östliche Einflüsse, plötzlich überall Meditation aufkam, fand dieser Impuls bei vielen Suchenden ein enormes Echo. Die Sinnfrage, die Sehnsucht nach neuer, innerer Erfahrung führte spontan viele Menschen zusammen. Christliche Wege wurden neu belebt, östliche Wege neu entdeckt. Es entstand auch im Saarland die Idee, ein eigenes Zentrum für Meditation zu errichten. Im Vorfeld dazu gelang im November 1974 die Gründung des Vereins Exercitium Humanum. Der Name war zugleich Programm: „Durch spirituelles Training, durch Meditation der ganzheitlichen Entfaltung des Menschen zu dienen.“

Geschichte der Neumühle Schwarz-Weiß Bild der Neumühle Zwei Männer mit Schubkarre Das Dach der Neumühle wird fertiggestellt

An Ostern 1975 konnte man in Tholey mit den ersten Kursen beginnen. Dazu hatte man die ehemalige Bildungsstätte der Benediktiner in Eigenleistung hergerichtet. Bald schon schaute man sich aber nach einem neuen Domizil um und entdeckte die Neumühle. Die 1832 erbaute und seit Mitte der 1960-er Jahre nicht mehr betriebene Getreidemühle war jedoch zu einer Ruine verfallen. Obwohl die Ausgangslage mehr als schwierig war, stimmten alle Vereinsmitglieder und der inzwischen entstandene Freundeskreis einstimmig für den Erwerb.

Am 2. Februar 1981 unterschrieben Eleonore und Willi Massa den Kaufvertrag, eine großzügige Spende der Kübelstiftung deckte den Kaufpreis ab. Zum Renovieren und Ausbauen war allerdings kein Geld mehr da. Der Freundeskreis und viele andere Helfer und Spender unterstützten den Verein nach Kräften, so dass schrittweise das Müllerhaus und die ehemalige Getreidemühle umgebaut werden konnten. Es entstanden Gästezimmer, Seminar- und Aufenthaltsräume sowie eine Küche.

An Pfingsten 1998 konnte als letzter Bauabschnitt der achteckige Pavillon mit Speisesaal, Seminarraum und neuen Gästezimmern seiner Bestimmung übergeben werden. Damit verfügt die Neumühle heute über 53 Gästebetten und fünf Seminarräume.

In den langen Jahren der Entwicklung des Kursprogramms hat sich eine große Vielfalt ergeben, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen gerecht zu werden. Neben Meditations- und Zen-Kursen werden auch hinführende Seminare angeboten, die den seelischen Raum erst einmal vorbereiten, sich der absoluten Stille auszusetzen. Hierzu gehört die Arbeit mit der Schattenseite, das Anschauen der Lebensgeschichte und Familienkonstellation. Aber auch Kurse, die verstärkt den Körper mit einbeziehen, gehören dazu, wie Yoga, Qi Gong, Feldenkrais, Cranio-Sakral, sakrale Tänze, Atem- und Stimmarbeit, sowie der Umgang mit Heilkräften in Mensch und Natur.